Nie wieder verbranntes Essen: Welches Öl du wirklich wofür brauchst (und welches wir alle falsch benutzen!)

Hand aufs Herz, Mädels: Wie lange stehst du durchschnittlich vor dem Öl-Regal im Supermarkt? Fünf Minuten? Zehn?

Da gibt es Flaschen für 2 Euro und welche für 20. Kaltgepresst, raffiniert, nativ… und am Ende greifen wir doch wieder zur gleichen Flasche wie immer, oder? Ich kenne das. Man will sich gesund ernähren, aber plötzlich raucht die Pfanne wie ein Schlot und das teure Steak schmeckt irgendwie… bäh.

Das Geheimnis ist gar nicht so kompliziert. Es ist das A und O in der Küche: Der Rauchpunkt.

Klingt technisch, ist aber super simpel. Wenn du das falsche Öl erhitzt, verbrennt es. Das stinkt nicht nur, das setzt auch freie Radikale frei (und die wollen wir nun wirklich nicht in unserem Körper!). Damit dein nächstes Dinner nicht im Nebel endet, habe ich hier den ultimativen Spickzettel für dich.

Lass uns mal aufräumen im Küchenschrank! 🕵️‍♀️

1. Das Goldstück: Extra Vergine Olivenöl 🫒

Wir lieben es. Wir vergöttern es. Aber bitte, bitte tu mir einen Gefallen: Lass es aus der heißen Pfanne.

Extra natives Olivenöl ist die Diva unter den Ölen. Es hat einen niedrigen Rauchpunkt. Wenn du es zu stark erhitzt, verliert es nicht nur seinen wunderbaren Geschmack, sondern auch die gesunden Inhaltsstoffe, für die wir so viel Geld bezahlen.

Wofür es perfekt ist:

  • Knackige Salat-Dressings.
  • Als “Finishing”: Träufle es erst nach dem Kochen über deine Pasta oder das gegrillte Gemüse.
  • Zum Dippen mit frischem Brot. Ein Traum!

2. Der Hitzeprofi: Avocadoöl 🥑

Avocados sind nicht nur auf Toast lecker. Ihr Öl ist ein echter Geheimtipp, der langsam aber sicher unsere Küchen erobert. Warum? Weil es Hitze verträgt wie kaum ein anderes naturbelassenes Öl.

Es hat einen extrem hohen Rauchpunkt. Du kannst damit fast alles machen, ohne dass es kippt.

Wofür es perfekt ist:

  • Scharfes Anbraten von Fleisch (Searing).
  • Gemüse im Ofen rösten (es wird super knusprig!).
  • Wenn du es gesund, aber heiß magst.

3. Der Alleskönner: Rapsöl (Canola Oil) 🌼

Rapsöl hat manchmal einen langweiligen Ruf, völlig zu Unrecht! Es ist der beste Freund für jeden Tag, wenn du nicht willst, dass das Öl nach “etwas” schmeckt. Es ist geschmacksneutral und hält ordentlich Hitze aus.

Außerdem ist es meistens preiswerter als die exotischen Varianten. Gut für den Geldbeutel, gut für die Küche.

Wofür es perfekt ist:

  • Frittieren (ja, auch selbstgemachte Pommes!).
  • Backen (wenn im Kuchenrezept “Öl” steht, nimm Rapsöl).
  • Ganz normales Braten in der Pfanne.

4. Die Aromabombe: Sesamöl 🥢

Oh, ich liebe diesen Duft! Sobald Sesamöl in die Pfanne kommt, riecht die ganze Küche nach Lieblings-Asiaten. Aber Vorsicht: Hier gibt es einen Unterschied.

Helles Sesamöl verträgt etwas mehr Hitze, aber das dunkle, geröstete Sesamöl (was wir meistens für den Geschmack wollen) hat nur einen mittleren Rauchpunkt. Verbrennst du es, wird es bitter. Und bitter schmeckt keinem.

Wofür es perfekt ist:

  • Klassische Wok-Gerichte (Stir-Fries).
  • Asiatische Saucen und Marinaden.
  • Tipp: Gib einen Schuss erst ganz zum Schluss dazu für den maximalen Geschmackskick!

5. Das Buttrige Wunder: Ghee 🧈

Hast du Ghee schon mal probiert? Wenn nicht: Ab in den Bio-Laden. Sofort. Ghee ist geklärte Butter. Das heißt, das Milcheiweiß wurde entfernt.

Das Geniale daran: Es schmeckt wie Butter (nussig, reichhaltig, sündig), aber es verbrennt nicht so schnell wie normale Butter. Du bekommst also diesen herrlichen Buttergeschmack, kannst aber richtig hoch erhitzen.

Wofür es perfekt ist:

  • Sautieren von Gemüse.
  • Steaks braten mit Aroma.
  • Überall dort, wo du dir denkst: “Butter wäre jetzt geil, aber die Pfanne ist zu heiß”.

6. Der unsichtbare Helfer: Traubenkernöl 🍇

Traubenkernöl ist der Understatement-König. Es ist leicht, hell und hat einen hohen Rauchpunkt. Das Besondere? Es schmeckt nach fast nichts.

Warum das gut ist? Weil du manchmal willst, dass deine Zutaten die Stars sind. Wenn du einen feinen Fisch oder zartes Gemüse hast, soll das Öl nicht alles übertönen.

Wofür es perfekt ist:

  • Neutrales Kochen.
  • Selbstgemachte Mayonnaise (weil es so hell ist).
  • Fondue.

Mein Fazit für dich

Du brauchst nicht alle sechs Öle. Aber zwei bis drei sollten es schon sein, wenn du auf Nummer sicher gehen willst.

Meine persönliche “Heilige Dreifaltigkeit” im Schrank?

  1. Ein gutes Olivenöl für alles Kalte.
  2. Ein Rapsöl oder Avocadoöl für die heiße Pfanne.
  3. Und ein kleines Fläschchen Sesamöl für die Asia-Abende.

Damit bist du für alles gewappnet. Probier es mal aus und achte beim nächsten Brutzeln auf die Temperatur – dein Magen (und deine Rauchmelder) werden es dir danken! 😉👩‍🍳

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