Wiener Schnitzel

Wiener Schnitzel Rezept: Ein Klassiker der Österreichischen Küche

Die österreichische Küche ist bekannt für ihre köstlichen und herzhaften Gerichte, und das Wiener Schnitzel ist zweifellos einer ihrer bekanntesten Vertreter. Dieses einfache, aber dennoch raffinierte Gericht hat eine lange Geschichte und ist sowohl in Österreich als auch international beliebt. In diesem Artikel werden wir uns ausführlich mit dem Wiener Schnitzel Rezept befassen, seine Ursprünge erkunden und Schritt für Schritt erklären, wie man dieses kulinarische Meisterwerk zu Hause zubereiten kann.

Die Geschichte des Wiener Schnitzels

Das Wiener Schnitzel hat eine faszinierende Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Obwohl es heute als klassisch österreichisch gilt, wurde es möglicherweise von italienischen Köchen inspiriert, die während der Regentschaft von Maria Theresia in die österreichische Küche eingeführt wurden. Der Ursprung des Wortes “Schnitzel” stammt vom Wort “snizlo” im Althochdeutschen, was so viel wie “geschnittenes Stück” bedeutet.

Die Popularität des Wiener Schnitzels stieg im 19. Jahrhundert weiter an und wurde zu einem festen Bestandteil der Wiener Küche. 1905 wurde das Wiener Schnitzel sogar im Kochbuch von Karl Kraus als „Wiener Art“ beschrieben, was darauf hinweist, dass es zu dieser Zeit bereits als Symbol für die österreichische Küche galt.

Zutaten für Wiener Schnitzel

Die Zutaten für ein authentisches Wiener Schnitzel sind einfach und leicht zu beschaffen. Hier sind die grundlegenden Bestandteile:

Kalbfleisch:

Traditionell wird Wiener Schnitzel mit dünnen Scheiben aus Kalbfleisch zubereitet. Die Zartheit des Kalbfleischs spielt eine entscheidende Rolle für die Qualität des Gerichts. Alternativ kann auch Schweinefleisch verwendet werden, aber für ein authentisches Erlebnis ist Kalbfleisch zu bevorzugen.

Mehl:

Das Fleisch wird in Mehl gewendet, um eine leichte Panade zu erzeugen. Das Mehl hilft, das Ei zu haften und verleiht dem Schnitzel eine knusprige Textur.

Ei:

Das Fleisch wird in aufgeschlagenem Ei getaucht, um eine klebrige Oberfläche zu schaffen, auf der die Panade besser haften kann.

Semmelbrösel:

Die Panade besteht aus feinen Semmelbröseln, die dem Wiener Schnitzel seine charakteristische knusprige Hülle verleihen.

Salz und Pfeffer:

Diese Grundgewürze sind entscheidend, um dem Schnitzel Geschmack zu verleihen. Sie können auch zusätzliche Gewürze nach Ihrem Geschmack hinzufügen.

Zitrone:

Wiener Schnitzel wird traditionell mit einer Zitronenscheibe serviert. Der saure Geschmack der Zitrone passt perfekt zur knusprigen Textur des Schnitzels.

Öl oder Fett zum Braten:

Für das Braten des Schnitzels wird eine neutrale Pflanzenöl- oder Buttersorte verwendet. Das Fett sollte heiß genug sein, um das Schnitzel gleichmäßig und knusprig zu braten.

Zubereitung des Wiener Schnitzels

Die Zubereitung eines perfekten Wiener Schnitzels erfordert Sorgfalt und Präzision. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Vorbereitung des Fleisches: Das Kalbfleisch wird in dünnen Scheiben geschnitten und leicht geklopft, um es zu zarten Schnitzeln zu machen. Achten Sie darauf, das Fleisch gleichmäßig zu klopfen, um eine gleichmäßige Dicke zu gewährleisten.
  2. Panierstraße vorbereiten: Bereiten Sie drei flache Schalen vor: eine mit Mehl, eine mit aufgeschlagenem Ei und eine mit Semmelbröseln. Würzen Sie das Mehl mit Salz und Pfeffer nach Geschmack.
  3. Panieren: Jedes Fleischschnitzel wird zuerst in Mehl gewendet, dann durch das Ei gezogen und schließlich in den Semmelbröseln gewälzt. Achten Sie darauf, dass das Fleisch gleichmäßig mit den Bröseln bedeckt ist.
  4. Braten: Erhitzen Sie das Öl oder Fett in einer Pfanne auf mittlere bis hohe Hitze. Das Schnitzel wird in heißem Fett goldbraun gebraten. Dies dauert normalerweise nur wenige Minuten pro Seite, da das Fleisch dünn ist.
  5. Abtropfen lassen: Legen Sie das gebratene Schnitzel auf Küchenpapier, um überschüssiges Öl abtropfen zu lassen und die Knusprigkeit zu bewahren.
  6. Servieren: Das Wiener Schnitzel wird heiß serviert, oft mit einer Zitronenscheibe garniert. Als Beilage passen Kartoffelsalat, Kartoffelpüree oder gemischter grüner Salat.

Tipps und Variationen

  • Kalbfleischqualität: Verwenden Sie hochwertiges Kalbfleisch, um die Zartheit und den authentischen Geschmack des Wiener Schnitzels zu gewährleisten.
  • Paniermeisterwerk: Achten Sie darauf, dass die Panade gleichmäßig und fest am Fleisch haftet, um eine knusprige Textur zu erzielen.
  • Fetttemperatur: Das Bratfett sollte heiß genug sein, um das Schnitzel schnell zu braten, aber nicht so heiß, dass es die Panade verbrennt. Testen Sie die Temperatur, indem Sie einen kleinen Teil des Schnitzels hineinlegen – es sollte sofort anfangen zu braten.
  • Beilagenvariationen: Obwohl traditionell mit Zitrone serviert, können Sie Ihr Wiener Schnitzel auch mit verschiedenen Saucen oder Dips begleiten.
  • Vegetarische Optionen: Für eine vegetarische Variante können Sie auch Gemüseschnitzel herstellen, indem Sie z. B. Auberginen- oder Selleriestücke panieren und braten.

Fazit

Das Wiener Schnitzel ist nicht nur ein kulinarisches Meisterwerk, sondern auch ein Symbol für die österreichische Kochtradition. Seine einfache Zubereitung und der köstliche Geschmack haben es zu einem internationalen Favoriten gemacht. Ob Sie es in einem Wiener Café probieren oder zu Hause zubereiten, das Wiener Schnitzel ist ein zeitloses Gericht, das die Herzen von Genießern auf der ganzen Welt erobert hat. Probieren Sie dieses Rezept aus und tauchen Sie ein in die Welt der österreichischen Küche. Guten Appetit!

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