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Rosmarin gehört eigentlich zu den robustesten Mittelmeerkräutern. Trotzdem passiert es vielen: Die Pflanze vertrocknet, fault oder verliert plötzlich alle Nadeln. Die gute Nachricht: Meist liegt es an ein paar typischen Pflegefehlern – und die lassen sich sehr leicht vermeiden.
🌞 1. Zu wenig Sonne
Rosmarin ist ein echtes Sonnenkind.
Braucht:
- mind. 6 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag
- einen warmen, hellen Standort (Balkon Südseite ideal)
Tipp: Im Zimmer unbedingt ans sonnigste Fenster stellen.
💧 2. Falsches Gießen – der häufigste Fehler
Rosmarin hasst Staunässe, verträgt aber auch keine extreme Trockenheit.
So geht’s richtig:
- Erst gießen, wenn die oberen 2–3 cm Erde trocken sind.
- Überschüssiges Wasser im Untersetzer immer wegschütten.
- Im Winter sparsamer gießen.
🪴 3. Falsche Erde oder zu kleiner Topf
Viele Rosmarinpflanzen sterben, weil die Erde zu dicht oder zu feucht bleibt.
Beste Mischung:
- Mediterrane Kräutererde
- oder Blumenerde + Sand/Kies (ca. 70/30)
Topf:
- Unbedingt drainierte Löcher
- Topfgröße: 20–30 cm sind ideal
❄️ 4. Frostschäden im Winter
Im Freiland überlebt Rosmarin nur bedingt frostige Winter.
Schütze ihn so:
- Winterschutz: Vlies, Jute, Reisig
- Kübelpflanzen an Hauswand + Füße isolieren
- Empfindliche Sorten lieber ins Haus holen (kühl, hell, max. 10–15°C)
✂️ 5. Kein Rückschnitt – und die Pflanze verholzt
Wenn Rosmarin nicht regelmäßig geschnitten wird, wird er hart, rau und wächst kaum nach.
So schneidest du richtig:
- 1–2× pro Jahr leicht zurückschneiden
- Nie tief ins alte Holz schneiden
- Bester Zeitpunkt: Frühjahr & Spätsommer
🌿 So rettest du deinen Rosmarin sofort
- Topf prüfen: Ist die Erde nass und schwer? → Umtopfen in frische, lockere Erde.
- Schnitt: Alles Abgestorbene entfernen.
- Standort wechseln: Direkt an einen sonnigen, warmen Platz.
- Gießrhythmus anpassen: Weniger, aber gezielt.
- Leichten Dünger im Frühling geben (z. B. Kräuterdünger, sehr sparsam).
Schon nach wenigen Wochen sieht er meist wieder gesund und buschig aus.
🌱 Fazit
Rosmarin ist pflegeleicht – wenn man seine Mittelmeer-Bedürfnisse versteht. Mit viel Sonne, lockerer Erde, moderatem Gießen und etwas Winterschutz bleibt er das ganze Jahr über kräftig und aromatisch.
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