Basilikum ist das Herzstück vieler Küchen – ob im Pesto, auf der Pizza oder frisch im Salat. Doch kaum eine Pflanze ist so empfindlich, wenn es ums richtige Ernten geht. Viele Hobbygärtner machen unbewusst Fehler, die dazu führen, dass das Basilikum schon nach kurzer Zeit eingeht. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, die Pflanze so zu ernten, dass sie immer wieder nachwächst und dir den ganzen Sommer über frische Blätter schenkt.
Basilikum liebt Sonne, Wärme und lockere Erde – egal ob im Topf auf dem Balkon oder direkt im Gartenbeet.
Im Winter unbedingt vor Frost schützen, da Basilikum keine Kälte verträgt.
Von April bis Oktober ist die Haupterntezeit – in dieser Phase freut sich die Pflanze sogar über regelmäßige Ernte, da dies ihr Wachstum anregt.
Die richtige Ernte – so bleibt dein Basilikum stark
Typischer Fehler
Viele zupfen einfach einzelne Blätter unten am Stängel ab. Das führt dazu, dass die Pflanze von unten her verkahlt und schließlich abstirbt.
Besser so
Vor Mittag ernten: Dann sind die ätherischen Öle am stärksten – das sorgt für intensives Aroma.
Pflanzenhöhe beachten: Warte, bis die Pflanze ca. 15–20 cm groß ist.
Mit einer Schere schneiden: Schneide ganze Triebspitzen knapp über einem Blattknoten ab. Dort treibt die Pflanze wieder frisch aus.
Nur ein Drittel ernten: Nie mehr als ein Drittel der Gesamthöhe entfernen, sonst schwächst du die Pflanze zu stark.
So sorgst du dafür, dass dein Basilikum schön buschig wächst und lange vital bleibt.
Stängelrückschnitt für kräftigen Wuchs
Obere Triebe kürzen: Schneide stets die oberen, jungen Triebe.
Knapp über Blattpaaren schneiden: So entstehen neue Seitentriebe und die Pflanze verzweigt sich.
Seitentriebe auskneifen: Falls dein Basilikum zu wild wächst, kannst du kleine Seitentriebe einfach mit den Fingern entfernen, um die Form zu halten.
Basilikum richtig aufbewahren
Damit die Ernte nicht verloren geht, gibt es mehrere clevere Methoden:
Frisch im Kühlschrank
Blätter vorsichtig waschen, trocknen und in Frischhaltebeuteln oder Boxen lagern.
So bleibt Basilikum 2–3 Tage frisch.
Einfrieren
Gehackte Blätter mit etwas Wasser oder Olivenöl in Eiswürfelformen einfrieren.
Perfekt zum späteren Kochen oder für Suppen und Soßen.
Trocknen
Ganze Triebe kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort trocknen lassen.
Danach die Blätter abreiben und luftdicht lagern.
Pesto zubereiten
Mit Knoblauch, Pinienkernen und Olivenöl direkt ein aromatisches Pesto mixen.
Hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen – oder eingefroren sogar monatelang.
Fazit
Basilikum ist ein kleiner Gourmet unter den Kräutern – er liebt Sonne, Wärme und vor allem die richtige Pflege. Wer die Blätter einfach unten abreißt, riskiert, dass die Pflanze schnell eingeht. Wer aber gezielt oberhalb der Blattknoten schneidet und regelmäßig erntet, hat monatelang eine kräftige, buschige Pflanze voller Aroma.
Also: Nicht rupfen, sondern mit Köpfchen schneiden – dann bleibt dein Basilikum lebendig und liefert dir den ganzen Sommer über frisches Grün!