Deadheading leicht gemacht – Dein Spickzettel für blühfreudige Sommerblumen

Wer seinen Garten im Sommer in voller Blütenpracht genießen möchte, kommt am sogenannten Deadheading – dem Ausputzen verwelkter Blüten – nicht vorbei. Diese einfache Pflegemaßnahme sorgt dafür, dass viele Pflanzen ihre Energie nicht in die Samenbildung stecken, sondern stattdessen neue Knospen ausbilden. Das Ergebnis: Längere Blütezeit, gesündere Pflanzen und ein rundum gepflegter Eindruck im Beet oder Balkonkasten.

Doch Achtung: Nicht jede Blume braucht oder verträgt diese Maßnahme! Manche Sommerblumen reinigen sich von selbst oder hören durch zu häufiges Eingreifen sogar auf zu blühen.

Damit du genau weißt, welche Pflanzen du regelmäßig ausputzen solltest – und bei welchen du besser die Finger davon lässt – kommt hier dein praktischer Deadheading-Spickzettel.

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Diese Blumen regelmäßig ausputzen (Deadheading empfohlen):

1. Petunien

Petunien blühen unermüdlich – aber nur, wenn du die verblühten Köpfe samt klebrigem Stielansatz entfernst. Am besten direkt mit den Fingern abzupfen oder vorsichtig mit einer kleinen Schere. Je konsequenter du putzt, desto üppiger die Blüte.

2. Zinnien

Zinnien reagieren sehr positiv auf Deadheading. Schneide verblühte Blüten bis zum nächsten Blattpaar zurück. Dadurch verzweigt sich die Pflanze besser und bildet mehr Knospen.

3. Geranien (Pelargonien)

Besonders Balkonklassiker wie Geranien profitieren vom regelmäßigen Ausputzen. Verblühte Dolden sollten samt Stiel entfernt werden – sonst entstehen unschöne Lücken und die Blüte lässt nach.

4. Tagetes (Studentenblumen)

Auch bei Tagetes verlängert konsequentes Entfernen der verwelkten Blüten die Blühdauer erheblich. Die Pflanzen danken es dir mit einer farbenfrohen Dauerblüte bis in den Herbst.

❌ Diese Blumen NICHT ausputzen (Selbstreinigung):

1. Fleißige Lieschen (Impatiens)

Diese Schattenliebhaber reinigen sich selbst. Verblühte Teile fallen ab und machen Platz für neue Knospen – Eingreifen ist nicht nötig.

2. Begonien

Egal ob Eis-, Knollen- oder Hänge-Begonien: Sie sind selbsterneuernd und benötigen kein Deadheading. Wer hier zu viel eingreift, kann die Pflanze sogar stressen.

3. Vinca (Immergrün)

Auch die robuste Vinca blüht fleißig weiter, ohne dass verblühte Teile entfernt werden müssen. Ideal für pflegeleichte Beete oder Balkonkästen.

💡 Zusätzliche Tipps fürs erfolgreiche Ausputzen:

Verwende eine saubere, scharfe Schere oder deine Finger. Achte darauf, den Stiel nicht zu quetschen.

Regelmäßigkeit ist wichtig: Einmal pro Woche ein kurzer Kontrollgang im Garten reicht oft aus.

Ausputzen fördert nicht nur die Blüte, sondern verhindert auch Schimmelbildung und Krankheiten, da abgestorbenes Pflanzenmaterial schnell entfernt wird.

Fazit:

Mit gezieltem Deadheading hilfst du vielen Sommerblumen, ihr volles Blühpotenzial zu entfalten. Doch nicht jede Pflanze braucht diese Pflege – manche erledigen das ganz allein. Behalte diesen Spickzettel im Hinterkopf, und dein Garten bleibt den ganzen Sommer über bunt, gesund und gepflegt!

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