Die Rostfarbene Hummel (Rusty Patched Bumblebee) ist eines der bedrohtesten Insekten Nordamerikas – und doch ein stiller Held der Natur. Sie bestäubt Wildblumen, Obst und Gemüse und hält damit ganze Ökosysteme im Gleichgewicht. Doch ihre Zahl ist dramatisch zurückgegangen.
Besonders kritisch ist der Frühling: Wenn die Königin nach dem Winter erwacht, ist sie ausgehungert. Findet sie keine Blüten, verhungert sie – und mit ihr stirbt ein ganzes Volk, bevor es überhaupt entstehen kann.
Die Lösung ist so einfach wie kraftvoll: Blumen pflanzen!
Blumen, die den Unterschied machen
Hier sind einige der besten heimischen Wildblumen, die Nektar und Pollen zur richtigen Zeit spenden:
Seidenpflanze (Asclepias) – ein Magnet für Hummeln und Schmetterlinge
Indianernessel (Monarda) – intensiv duftend, farbenprächtig, voller Nektar
Sonnenhut (Echinacea) – robust und beständig, beliebt bei allen Bestäubern
Wildes Bergamot – reich an Blüten, ideal für den Frühsommer
Anis-Ysop (Agastache) – aromatisch und ein Dauerblüher
Gold-Alexanders (Zizia aurea) – frühe Blüten, perfekt für den Start ins Jahr
Dreimasterblume (Tradescantia) – zarte Blüten, die Hummeln lieben
Großer Ysop (Blue Giant Hyssop) – stark duftend, voller Nektar
Purpur-Wasserdost (Eutrochium, Joe-Pye Weed) – Spätsommer-Power für Kolonien
Wild-Lupine (Lupinus perennis) – farbenfroh und nährstoffreich
Heimische Astern – Herbstblüten, die den Zyklus schließen
Rudbeckia, der Schwarzäugige Sonnenhut – leuchtend und lang blühend
Prärie-Klee (Dalea) – eine wichtige Proteinquelle durch Pollen
Veronicastrum virginicum (Culver’s Root) – hochwüchsig, blütenreich, wunderschön
Jeder Garten zählt
Ob im großen Garten, im kleinen Hof oder sogar im Blumenkasten am Balkon – jede Blüte ist ein Beitrag zum Überleben. Wer heimische Wildpflanzen setzt, schafft eine rettende Tankstelle für Bienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten.
Gemeinsam für die Zukunft
Der Schutz der Rostfarbenen Hummel ist mehr als nur Artenschutz – es ist ein Versprechen an die Natur. Wenn wir die Vielfalt der Pflanzen zurückbringen, kehrt auch die Vielfalt der Tiere zurück. Und mit ihr ein lebendiges, summendes Gleichgewicht.
Fazit:
Die Hummel lehrt uns, dass selbst kleine Taten Großes bewirken können. Ein Topf mit Wildblumen, eine Ecke im Garten ohne Rasenmäher, ein Beet voller heimischer Blüten – all das kann den Unterschied machen. Lasst uns summende Oasen schaffen – für die Hummel, für die Natur, für uns alle.